Multiplex FunJet Ultra

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Spezifikationen:

Hersteller:Multiplex
Modell:FunJet Ultra
Spannweite:783 mm
Rumpflänge ü. a.:750 mm
Fluggewicht:ab 875 g
Tragflächeninhalt:   14,5 dm2
Flächenbelastung:60 g/dm2
RC-Funktionen:Höhe/Quer (Deltamix erforderlich), Motor


RC-Komponenten

Empfänger:   Futaba R-6106 HF (2,4 GHz)
Servos:2 x Hitec HS 65 HB
Akku:Multplex Lipo 3S mit 3200mAh
Motor::Himax C 3514-2980
Regler:MULTIcont BL-70 S-BEC
Luftschraube:   6“ x 5,5“



Die verwendeten Antriebskomponenten werden von Multiplex auch als komplettes Set mit der Bestellnummer #333647 angeboten.


Mit vielen Vorschusslorbeeren kam der FunJet Ultra bei mir an. Aus der Werbung konnte man bereits allerorten entnehmen, dass der FunJet über 200km/h schnell werden sollte. Aus dem Auto kannte ich die Geschwindigkeit ja bereits und auch einen Turbinenjet bin ich schon mit der Geschwindigkeit geflogen. Aber der hatte 2400mm Spannweite und nicht nur 783mm. In der Relation zwischen Größe und Geschwindigkeit stellte ich mich also schon mal auf was "Schnelles" ein.


Nach dem Auspacken des mitgelieferten und von Multiplex empfohlenen Antriebs viel direkt der Motor, mit der Besonderheit eines am Ende des Motors gefrästen Lüfters, ins Auge. Machte den Eindruck von Leistung, der durch die Kennzeichnung des Reglers noch mal deutlich unterstrichen wurde. Immerhin 70A leistet dieser Regler. Also muss auch der Akku mitspielen und die geforderten Ströme liefern können. Aus diesem Zweck legt Multiplex einen 3s 3200mAh Lipo mit 80A konstanter Stromabgabe und sogar 160A Spitzenströme bei. Das gesamte Paket wird durch einen massiven, Gold eloxierten, Alu-Motorträger abgerundet.


Bekannt und bewährt von anderen Modellen, kommt auch der neue FunJet, mittels Styroporeinsatz in der Verpackung, gut sortiert und gegen Beschädigungen geschützt, beim Kunden an.


Die Einzelteile nach dem Auspacken. Sieht nach einem schnellen Aufbau aus.


Der Dekorsatz macht mit seinen Neonfarben einen schrillen Eindruck, mit guten Kontrasten. Gleich vorweg: Ich hatte in der Anleitung gelesen, dass das Aufbringen des Dekorsatzes VOR dem Einkleben der Seitenruder erfolgen sollte, da es sich danach als schwierig erweisen würde. Stimmt, es ist schwieriger, denn ich habe es im Eifer vergessen und damit nach dem kompletten Bau des Modells viel Zeit investieren müssen, um den Dekorsatz doch noch gut aufzubringen.


Die mehrsprachige und bebilderte Anleitung, das CFK-Rohr zur Flächenverstärkung und der Kleinteilesatz.


Zur Überprüfung der Passgenauigkeit und dem Feststellen von möglichen Nacharbeiten wurde der Bausatz ohne Kleber zusammen gesteckt. Es passte alles auf Anhieb und ein Nacharbeiten war nicht erforderlich. Die Teile sind wirklich sauber geschäumt und ein schiefes Einkleben der einzelnen Teile fast unmöglich.



Beginnend mit den Tragflächen wird das Ruderhorn in die dafür vorgesehenen Aussparungen eingeklebt.


Die Tragflächen werden zuerst an den Stoßstellen zum Rumpf verklebt. Das CFK Rohr wird bei diesem Schritt nur lose eingelegt.



Nachdem die Tragflächen ausgerichtet und verklebt sind, wird das CFK Rohr in Rumpf und Tragflächen verklebt. Dazu einfach an den Rändern des Rohrs Sekundenkleber auftragen und mit Aktivator besprühen.



Der zusammengeklebte Rumpf von oben.


Der zusammengeklebte Rumpf von unten.


Im vorderen Rumpfteil werden die Befestigungen für die Haube verklebt.


Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte vor dem kommenden Schritt das Dekor aufgebracht werden. Danach die Seitenruder einpassen und verkleben. Hierbei besonders auf die Winkel achten, damit diese bei beiden Rudern gleichmäßig werden.


Ein besonderes Feature der Ultra Version ist die Befestigung des Akkus. Dazu wird ein Klettband unter einer Plastikbrücke eingeklebt. Auf diese Weise kann der Akku anschließend, wirklich fest mit dem Flugzeug verbunden werden. Das ist besonders für schnelle negative Flugfiguren, wie einen Außenlooping wichtig. Denn sonst würden die Fliehkräfte den Akku aus dem Flugzeug schleudern.


Die Servos passen saugend in die Aussparungen der Tragfläche. Die Servokabel müssen entweder mit einem Verlängerungskabel, oder durch Einlöten einer Verlängerung, auf die richtige Länge gebracht werden. Ich habe mich für letztere Variante entschieden, da man auf diese Art und Weise die Kabel wirklich exakt ablängen kann. Abschließend wird das Servo mit den mitgelieferten Abdeckungen verkleidet. Dazu habe ich zuerst einmal das Servo mit doppelseitigem Klebeband mit der Abdeckung verbunden und diese dann zum Schluss nochmal mit Tesafilm an den Tragflächen gesichert. Der Spalt am CFK Rohr wird aus aerodynamischen Gründen ebenfalls mit Tesa abgeklebt.


Der Empfänger wird direkt zu Beginn der Abdeckung untergebracht, damit der Akku noch weit genug nach hinten geschoben werden kann, man aber dennoch an den Empfänger kommen kann um Servicearbeiten durchzuführen. Ein deutlicher Vorteil des Empfängers an dieser Stelle ist, dass er bei einem Absturz nicht vom Akku erdrückt werden kann.



Der Akku wird zusätzlich oben mit Klettband beklebt und dann hochkant im Modell befestigt. Die Lösung die Multiplex hier gefunden hat, ist wirklich gelungen und vermittelt wirklich Sicherheit.



Abschließend wird der Rumpfrücken mit dem Modell verklebt und die Antriebseinheit im Modell eingebaut. Leider ist für den Alumotorspant kein Grundsetup vorgegeben, was den Motorsturz betrifft. Wenn man sich aber das originale Plastikteil ansieht, wird man auch für den Aluspant einen vergleichbaren Winkel finden. Beim Erstflug sollte man aber damit rechnen, dass das Modell ggf. nach oben oder unten zieht. Sollte das der Fall sein, so muss der Sturz entsprechend geändert werden.



Das fertige Modell vor dem Erstflug.

Nachdem der Schwerpunkt am Modell eingestellt wurde (hierzu das Modell mit zwei Fingern an den dafür vorgesehenen Noppen auf der Unterseite hochdrücken) und die Ruderausschläge gemäß Anleitung eingestellt, sowie die Ruderausschlagsrichtungen überprüft wurden, kann es losgehen. Ich empfehle auch erfahrenen Piloten, sich für die ersten Starts einen ebenfalls erfahren Werfer mit ins Boot zu holen. Denn der Start ist in meinen Augen die kritischste Phase beim FunJet Flug. Mit zu wenig Gas geworfen taucht der FunJet erst mal nach unten ab um Fahrt aufzuholen und mit zu viel Gas geworfen, dreht es ihn fast auf den Rücken. Also hier auf schnelle Reaktionen gefasst machen.


Ist der FunJet dann erst mal sicher in seinem Element angekommen fühlt er sich direkt gut beim Fliegen an. Er reagiert präzise auf die Steuereingaben und rastet gut ein. Hier machen sich die etwas teureren Servos auf jeden Fall bezahlt. Also FunJet fliegt... Das heißt... Vollgas... WOW was geht das Ding mit dem Antrieb ab.



Mein Fotograph berichtete mir von erheblichen Schwierigkeiten das Modell bei nahen, schnellen Vorbeiflügen dann auch mal zu treffen. Hier hat es mal schön geklappt.



Die Landungen sind absolut einfach zu fliegen. Der FunJet gleitet auch ohne Antrieb sehr gut und kann so großräumig und sanft zum Platz zurück navigiert werden.